RROMAISTAN – Foto-Ausstellung von Verena Schäffer

Verena Schäffer in der *grätzlgalerie

Ausstellung im Rahmen von Eyes On – Monat der Fotografie Wien

Im Rahmen eines Projekts mit dem Verein Altceva enstanden Porträts rumänischer Bettlerinnen und Bettler, die ihren Lebensunterhalt auf den Straßen Wiens verdienen. In Interviews wurde der Lebensgeschichte und den Migrationsgründen der dargestellten Personen nachgegangen. Viele von ihnen gehören der Volksgruppe der Roma an und kommen aus den ländlichen Regionen im Nordwesten Bukarests nach Wien. Betteln ist für sie eine der wenigen Möglichkeiten, die Existenz ihrer Familien zu sichern. Im Sommer 2013 folgten Verena Schäffer und Claudia Cojocariu der Route der Poträtierten zurück nach Rumänien.

Die Ausstellung zeigt eine Auswahl großformatiger Porträts und setzt sie in Bezug zu Statements der AkteurInnen. Wie nehmen sie sich selbst in ihrer Rolle als Bettler war? Gleichzeitig geht die Präsentation der Frage nach, inwieweit die Bearbeitung des Themas Betteln selbst Klischees und Stereotype produziert. Welche Bilder werden gezeigt, wenn vom Betteln gesprochen wird? Und welche Bilder zeigt man im Rahmen eines Kunstprojekts?

RROMANISTAN entstand in Zusammenarbeit mit der NGO Altceva, die rumänische Bettler in Wien unterstützt.

Paulina – Foto: Verena Schäffer


Eröffnung und Podiumsdiskussion zur Wahrnehmung
von Rumänischen BettlerInnen in Wien

Gäste

Daniela, Betroffene | Ferdinand Koller, Bettellobby Wien. Herausgeber des Buchs „Betteln in Wien“ (LIT Verlag, 2012) | Ionut Neacsu, Leiter der rumänischen Organisation „Asociata Sprijin pentru Viata“, u. a. Bildungs- und Gesundheitsprogramme für von Armut betroffene Roma in Rumänien | Barbara Tiefenbacher, Slawistin und Romistin, Universität Wien. Mitautorin „Die imaginierte Bettlerflut“ (Drava Verlag, 2013) | Teresa Wailzer, Autorin von: „Merk.Würdig.Arm: Über Stereotype, Vorurteile und Selbstbilder rumänischsprachiger Bettler_innen in Wien“ (Universität Wien, Diplomarbeit)

Moderation: Christa Zöchling, Journalistin, u.a. Profil


Finissage und Filmvorführung

Vorführung des Dokumentarfilms „Natasha“ und Publikumsgespräch, anschließendes Gespräch mit der Regisseurin Ulli Gladik und der Fotografin Verena Schäffer.

Natasha lebt in einer kleinen Stadt in der Nähe von Sofia/Bulgarien. Um ihre Familie zu ernähren, fährt sie seit drei Jahren mehrmals jährlich nach Österreich um zu betteln. Ulli Gladik, Kamerafrau und Regisseurin in Personalunion, begleitete Natasha und ihre Familie im Zeitraum von fast zwei Jahren.

www.natasha-der-film.at
Dokumentarfilm. Österreich, 84 min, Bulgarisch mit deutschen Untertiteln

Natasha – Foto: Uli Gladik


In Zusammenarbeit mit